Interview
Experience More.Value.
Im Interview gibt Andreas Schmitz einen Ausblick auf die IAA TRANSPORTATION im September, bekräftigt die Bedeutung der neuen Smart Factory in Vreden und bezieht Stellung zum Thema VECTO für Trailer.
Es ist eine ganze Serie von Neuheiten, die den Auftritt von Schmitz Cargobull auf der IAA Transportation 2026 prägen. Sie alle eint der Trend zum Smart Trailer mit vernetzten digitalen Lösungen, die echten Mehrwert schaffen – ganz im Gegensatz zu unrealistischen VECTO-Vorgaben. Das Interview in voller Länge im Video.
Unter dem Motto „Experience More.Value“ tritt Schmitz Cargobull auf der IAA Transportation 2026 auf, und Andreas Schmitz untermauert den Anspruch: „Wir wollen Mehrwerte für unsere Kunden schaffen.“ Er betont die Rolle als zuverlässiger Innovationstreiber, und entsprechend gibt es für ihn nicht nur das eine, besondere Messehighlight: Im Vordergrund steht vielmehr eine ganze Serie von Neuheiten, mit deutlichen Verbesserungen in zahlreichen Produktbereichen.
Im Mittelpunkt stehen Curtainsider ebenso wie Transportkältemaschinen und Sattelkoffer, verbunden mit einem zusätzlichen Fokus auf den Verteilerverkehr und City Trailer. „Wir besetzen damit ein neues Marktsegment, das wir für uns erschließen wollen“, erläutert Andreas Schmitz.

„Es gibt da nicht nur ein einzelnes Exponat. Wir haben wieder eine Serie von Neuheiten, die wir in diesem Jahr auf der Messe zeigen werden.“
Andreas Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Schmitz Cargobull AG

Die Inbetriebnahme der neuen Smart Factory in Vreden fügt sich für Andreas Schmitz nahtlos ins Bild: „Dass wir den Smart Trailer bauen, weiß heute schon jeder. Und es macht Sinn, dass wir den Smart Trailer auch in einer Smart Factory bauen.“
Auf Basis der hochmodernen Anlage verspricht er nicht nur eine noch höhere Zuverlässigkeit der Produkte – und im Detail weiter verbesserte k-Werte der Kühlaufbauten –, sondern auch eine gesteigerte Effizienz: „Wir gehen davon aus, dass wir in einem Zweischichtbetrieb mehr Fahrzeuge produzieren können, als es heute der Fall ist.“
Wenn es um Mehrwert und Effizienz geht, gibt es aber auch einen kontraproduktiven Faktor: Der nennt sich VECTO für Trailer und zwingt Anhänger- und Aufliegerhersteller perspektivisch dazu, sich nicht mehr an den tatsächlichen Bedürfnissen der Kunden auszurichten, sondern an einem starren Bewertungsschema.
„VECTO für Trailer schafft keine Mehrwerte. Mündige Kunden müssen selbst wählen dürfen, was sie wirklich brauchen.“
Andreas Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Schmitz Cargobull AG
Bei der Klage, die Schmitz Cargobull gemeinsam mit weiteren europäischen Trailerherstellern gegen VECTO eingereicht hat, geht es nicht um geforderte CO₂-Einsparungen, sondern um den praktikablen Weg dahin. Im Mittelpunkt muss der kundenspezifische Einsatz stehen, sei es im Nah-, Fern- oder auch kombinierten Verkehr. „Wir haben schon immer CO₂ reduziert. Wir haben schon immer versucht, leichter zu werden. Wir haben schon immer versucht, weniger Diesel zu verbrauchen“, zählt Andreas Schmitz auf. „Aber es macht nicht immer alles Sinn in jedem einzelnen Einsatzfall.“
